Dummytraining

Wir trainieren unter echten (Jagd-) Bedingungen im Gelände (Wald und Wiese) mit unterschiedlichstem Bewuchs. Das Trainingsgebiet befindet sich in Bergheim (hinter Inningen bei Augsburg).

Training in der Gruppe

Die Aufgaben werden an den Trainingsstand der Mensch-Hund-Teams angepasst. Ich lege viel Wert auf eine entspannte Trainingsatmosphäre und kleine Gruppen: 3 bis maximal 4 Teams können an einem Gruppentraining teilnehmen. Du kannst gerne einmal (ohne Hund) vorbeikommen und zusehen.

Wir trainieren aktuell Samstags um 13:30 Uhr in Bergheim.

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Der Jagdtrieb des Hundes lässt sich nicht abstellen, sehr wohl aber kontrollieren. Dummytraining ermöglicht es uns, mit unseren Hunden gemeinsam auf die Jagd zu gehen – auf die Jagd nach Dummys! Ideal geeignet für eine artgerechte Auslastung von Hunden mit Jagdambitionen und Apportierfreude.

Dummytraining wird zu Ausbildung und Training des Jagdhundes genutzt. Die Dummys simulieren dabei Wild. Bei unserem Dummytraining steht zwar der sportliche Aspekt im Vordergrund, dennoch sind alle Aufgaben sehr jagdnah gestaltet. Sie entsprechen den Anforderungen, die auch in diversen Dummyprüfungen und Workingtests (DRC, Jagdspaniel Klub, BHV) verlangt und abgefragt werden.

Vroni im Interview mit Tina Schnatz

Dummys sind einfache Stoffsäckchen (in verschiedensten Größen), meist mit Kunststoffgranulat gefüllt. Sie haben nur wenig Eigengeruch. Im sportlichen Dummytraining geht der Hund in erster Linie nach dem Geruch der frischen Bodenverletzung , die der Dummy bei seinem Fall auf die Erde verursacht (Fallstelle). Diese Geruchsdifferenzierung ist wichtig, denn der Hund soll nicht nach dem Geruch des eigenen Dummys suchen, sondern alle – auch fremde Dummys – aufnehmen und apportieren.

Das Dummytraining umfasst 3 Hauptbereiche: Markierung, Freiverlorensuche und Einweisen.

Markierung

Eine Markierung simuliert die Jagd auf Vögel (meist Fasane, Rebhühner oder Enten). Der Hund soll ruhig neben seinem Hundeführer das Jagdgeschehen beobachten. Wird ein Vogel geschossen, soll der Hund sich einprägen wohin er fällt. Er wird losgeschickt, soll zielstrebig zur Fallstelle laufen, in dem Bereich suchen in dem der Vogel zu Fall gekommen ist und ihn apportieren. Für das Dummytraining bedeutet das: Der Hund sitzt ruhig und aufmerksam in der Grundstellung neben seinem Halter, ein Dummy wird von einem Helfer mit einem Geräusch (zum Beispiel Entenlocker oder Schuss) geworfen. Auf Kommando des Hundeführers darf der Hund den Dummy apportieren. Diese Übung wird zum Beispiel erschwert durch: Vergrößerung der Distanz, Dummyfarbe und Hintergrund, mehrere Markierungen die sich der Hund auf einmal merken muss, eine nicht voll sichtbare Falllinie und hohes Gras.

Freiverlorensuche

Weiß der Jäger nicht genau, wo das geschossene Wild liegt, oder wurden in einem größeren Bereich mehrere Hasen / Vögel geschossen, wird der Hund in die Suche geschickt. Für das Dummytraining bedeutet das: Mehrere Dummys werden in einem Feld oder Waldstück mit Bewuchs verteilt (am Anfang darf der Hund dabei noch zusehen, später werden die Dummys ‚blind‘ ausgelegt). Der Hund soll selbstständig (ohne Hilfe des Halters) den Bereich absuchen, Dummys aufspüren und einen nach dem anderen apportieren. Ein häufiger Fehler hierbei ist, dass der Hund Dummys tauscht (bereits aufgenommene Dummys beim Finden eines weiteren wieder auslässt und stattdessen den anderen Dummy apportiert) oder blinkt (Dummys absichtlich überläuft um weitersuchen zu dürfen).

Einweisen

Das Einweisen ist die hohe Kunst des Dummytrainings. Dabei zeigen wir dem Hund den Weg zum geschossenen Wild und sorgen dafür, dass er dabei möglichst wenig Gelände verbraucht. Noch nicht geschossenes Wild soll vom Hund nicht gestört oder aufgescheucht werden. Für das Dummytraining bedeutet das: Ein Dummy wird ausgelegt (nicht geworfen). Wir wissen wo das Dummy liegt, der Hund weiß es nicht. Mit Wortsignalen, Pfiffen und Handzeichen zeigen wir dem Hund den schnellsten Weg zum Dummy. Grundlage des Einweisens ist das ‚Voran‘ -schicken des Hundes. Der Hund soll also zunächst so lange geradeaus laufen, bis das nächste Signal kommt (z.B. Suchenpfiff oder Stoppfiff und Rüber oder Back). Ist der Hund in dem Bereich angekommen, in dem der Dummy liegt, wird er per Pfiff zum Suchen aufgefordert. Der gefundene Dummy wird zielstrebig apportiert. Das Einweisen erfordert eine gute Zusammenarbeit von Hund und Halter. Der Hund lernt, wenn er sich am Halter orientiert und ihm vertraut, hat er Jagderfolg. Der Halter muss sich aber auch immer auf den Hund und seinen Jagdverstand verlassen können – er hat schließlich die bessere Nase. Das gemeinsame Arbeiten stärkt die Bindung ungemein.

Wichtig beim Dummytraining ist außerdem die sogenannte ‚Steadyness‘ (Standruhe). Ein Hund muss ruhig und konzentriert sein, und trotz vieler vor seiner Nase fliegender Dummys entspannt und ruhig neben seinem Hundeführer bleiben können. Er soll akzeptieren können, dass nicht jeder Dummy einen Auftrag für ihn bedeutet. Auch sichere Grundsignale wie der Abruf, Sitz und Fußlaufen spielen beim Dummytraining eine große Rolle. Wir benötigen trotz hoher Erregungslage, eine sehr gute Kontrolle über unseren Hund.

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